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Die Veneter waren ein antikes Volk, das den nordöstlichen Teil des heutigen Italiens besiedelte. Auf italienisch werden sie Paleoveneti genannt, um sie von den heutigen Einwohnern der Region Veneto zu unterscheiden, deren Bezeichnung im Italienischen Veneti lautet. Ihr Gebiet erstreckte sich westlich bis zur Etsch (Athesis), oder nach einigen Annahmen bis zur Adda, nördlich bis zu den Alpen und östlich bis zum Timavo im heutigen Friaul. Es wird vermutet, das ihre Ansiedlung sogar noch weiter nach Norden reichte, da der Bodensee in römischen Quellen als lacus venetus bezeichnet ist. In ihrem nordwestlichen Erstreckungsgebiet waren Patavium (Padua) und Ateste die politischen und kulturellen Zentren der Veneter. Sie gaben der Region Venetien und der Stadt Venedig ihre Namen. Eine antike Gründungslegende führte die Veneter auf ein paphlagonisches Volk, die Enetoi, zurück, die im 2. Jahrtausend v. Chr. nach der Zerstörung Trojas und dem Tod ihres Königs Pylaimenes aus ihrer kleinasiatischen Heimat unter Führung des Trojaners Antenor in das nördliche Adria-Gebiet gelangt seien, wo sie sich niederließen.[1] Im Jahre 181 v. Chr. gründeten die Römer in der Nähe des venetischen Territoriums die Stadt Aquileia mit der Absicht, Einfälle der keltischen Gallier abzuwehren. Schließlich wurde dieses Gebiet im Jahre 163 v. Chr. in die Provinz Gallia Cisalpina integriert. Die Veneter erhielten im Jahre 49 v. Chr. das römische Bürgerrecht und wurden allmählich romanisiert. Ethnolinguistisch waren die Veneter ein indogermanisches Volk. Ihre durch etwa 300 kurze Inschriften dokumentierte Sprache, das Venetische, bildet einen eigenständigen Zweig innerhalb der indogermanischen Sprachfamilie. Am nächsten ist es mit den italischen Sprachen verwandt, insbesondere mit dem Lateinischen. Ein archäologischer Ausdruck der Veneter ist die Estekultur. Völker unter dem Namen → Veneter findet man auch in der Bretagne (→ Veneter (Kelten)), im heutigen Polen (→ Veneter) und in Kleinasien (wo sie als Henetoi bekannt waren, vgl. Gründungslegende oben), ethnolinguistisch gehören sie aber nicht zu den adriatischen Venetern. Der „Veneter- Kult“ und die Veneter- Theorie von Josko Šavli und Bor erfreuen sich allen voran in Slowenien großer Beliebtheit. Die slawischen Karantanen sollen nach Šavli und Bor von den antiken Veneter abstammen. Bearbeiten Literatur
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Bearbeiten Siehe auchBearbeiten Fußnoten
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